Kunstrasen vs. Naturrasen

Detailaufnahme Kunstrasen mit gelber Eckfahne, Symbolfoto für den Blogbeitrag „Kunstrasen vs. Naturrasen?”,

Vorteile, Nachteile, Kostenvergleich

Bei der Planung einer neuen Sportanlage stehen die Entscheider schnell vor der Frage nach dem geeigneten Sportplatzbelag. Oft sind den Vereinen und Kommunen die Entscheidungskriterien, vor allem im Hinblick auf ihre individuellen Anforderungen, nicht bekannt. Für die richtige Wahl müssen ökologische, ökonomische und fußballtechnische Eigenschaften von Kunstrasen und Naturrasen verglichen werden.

Eigenschaften der Belagsarten

Naturrasen ist natürlich der Klassiker, der als biologischer Sportbodenbelag Emotionen weckt und mit einem geringeren Verletzungsrisiko überzeugt. Eine dichte Rasenfläche ist aufgrund ihrer Spieleigenschaften wie Kraftabbau, Scherfestigkeit und Gleitfähigkeit der optimale Sportbelag. Diese guten Bedingungen werden durch schlechte Witterung allerdings stark beeinträchtigt. Der Naturrasen muss bei Regen, Frost und Schnee geschont und intensiv gepflegt werden, was zu einer Nutzungsbeschränkung auf ca. 800 Stunden im Jahr führt.

Kunstrasen hingegen ist nahezu witterungsunabhängig und dadurch auch gut im Winter bespielbar. Die Sportkleidung der Spieler bleibt auch bei Regenwetter sauber. Ein weiteres Plus des Kunststoffrasens ist die Ebenheit des Belags, welche sehr förderlich für das strategische Spiel ist, sowie die Möglichkeiten zur multifunktionalen Nutzung. Die überzeugendsten Merkmale sind die hohe Nutzungsintensität von ca. 2000 Stunden im Jahr, was für viele Sportvereine mit nur einem Sportplatz trotzdem ausreichend Trainingskapazität bietet, und der geringe Pflegeaufwand.

Ökobilanz

Der Naturrasen ist - bei guter Pflege - durch seine lange Haltbarkeit der nachhaltigste und ressourcenschonendste Sportbelag. Zudem besitzt er einen positiven Einfluss auf die Umwelt durch seine Funktion als Sauerstoffproduzent und Luftfilter sowie die klimaregulierende und bodenschützende Wirkung. Nachteilig wirkt sich der höhere Wasserverbrauch und der Einsatz von Düngemitteln aus. Aus ökologischen Gesichtspunkten ist der Naturrasenplatz dem Kunstrasenplatz vorzuziehen, sofern die Nutzungsdauer von 800 Stunden nicht überschritten wird. Denn in diesem Fall wird ein weiterer Sportplatz notwendig.

Der ökologische Vorteil des Kunststoffrasens ist der geringe Flächenverbrauch durch die hohen Auslastungsmöglichkeiten. Weniger Flächenversiegelung und Ressourcenverbrauch sprechen hier für den Kunstrasen, wenn eine hohe Nutzungsdauer erreicht wird. Moderne Kunststoffrasensysteme benötigen durch ihre Bauweise deutlich weniger Einstreugranulat, welches zudem, je nach Wunsch des Bauherrn, zum Großteil oder vollständig aus nachwachsenden und natürlichen Rohstoffen besteht. Das Thema Recycling sollte schon bei der Planung durch die Auswahl eines leicht trennbaren Kunststoffrasensystems bedacht werden.

Kostenvergleich

Unser Rechenbeispiel stellt anschaulich die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten von Naturrasen und Kunstrasen gegenüber. Laden Sie sich hier unseren Kostenvergleich herunter:

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